Mittwoch, 05. Oktober 2022

Jahreshauptübung der Feuerwehr

Erste Großübung seit 2019

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Dieser Freitag, der 12.08.2022, war schon ein ganz besonderer für die Kräfte der drei Löschzüge. Seit 2019 hatten sie wegen der Corona Kriese keine Jahreshauptübung mehr abhalten können. Übungsabende mussten in kleinen Gruppen oder Online stattfinden. Doch jetzt gab es die Lage wieder her. Der Löschzug Westladbergen hatte eine Jahreshauptübung auf dem Anwesen Winkeljann ausgearbeitet.

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Folgende Lage war für die Einsatzkräfte vorbereitet. In einer Schreiner ist eine Maschine heiß gelaufen und angefangen zu brennen. Sechs Personen, die sich in der Werkstatt befanden, haben den Brand erst bemerkt als es zu spät war. Zwei von ihnen konnten noch aus dem Gebäude fliehen. Dabei sind sie jedoch von zwei umkippenden Gitterboxen verschüttet worden. Den anderen vier war der Weg nach draußen versperrt. Sie mussten aus dem brennenden Gebäude gerettet werden.

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Die Übung sollte pünktlich um 19.00 Uhr beginnen. Alle Zuschauer hatten sich eingefunden und die Einsatzkräfte warteten in den Gerätehäusern darauf, dass der Funkmelder ging. Wehrleiter Udo Meiners telefonierte mit der Kreisleitstelle und ließ den Alarm auslösen. Nach drei Minuten traf das erste Fahrzeug am Übungsobjekt ein. Einsatzleiter Sebastian Greiling gab den Fahrzeugführern ihre Einsatzbefehle. Die ersten Fahrzeuge konzentrierten sich auf die Menschenrettung und ersten Löschmaßnahmen. Andre Fahrzeuge stellten eine Wasserversorgung vom ca. 350 Meter entfernten Löschteich her. Der DRK Ortsverein Saerbeck organisierte die Patientenablage und versorgte die geretteten Personen. Um den Zuschauer die Abläufe der Übung und das Vorgehen der Einsatzkräfte zu verdeutlichen, kommentierte Peter Book den Übungsablauf.

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Auf Grund der hohen Temperaturen von über 30 Grad, wurde die Übung kurz gehalten und nach einer dreiviertel Stunden waren alle Personen gerettet und das Feuer gelöscht. Im Anschluss der Übung übernahm Wehrleiter Udo Meiners das Wort. Er bedankte sich bei allen für das gute Gelingen der Übung. Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg bedankte sich in seiner Ansprache im Namen von Rat und Verwaltung bei den Einsatzkräften für die vielen geleisteten Stunden. Auf die Feuerwehr könne man sich immer verlassen wenn Not am Mann sei.

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Der zur Übung eingeladene Kreisbrandmeister Raphael Ralph Meier und der ebenfalls anwesende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Kleine Niesse, ergriffen als nächstes das Wort. Als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes übernahm Manfred Kleine Niesse im Anschluss die Ehrungen verdienter Kameraden. Ludger Greiling und Udo Meiners wurde das Ehrenzeichen des Verbandes der Feuerwehren im Kreis Steinfurt in Silber verliehen. Weiter bedankte sich Kleine Niesse bei den Kräften der Saerbecker Feuerwehr. Sie seien immer zur Stelle wenn der Verband Unterstützung benötigt.
Kreisbrandmeister Raphael Ralph Meier bedankete sich im Namen des Kreises für die geleistete Arbeit und hatte noch eine weitere Überraschung dabei. Die 23 Kräfte der Feuerwehr Saerbeck, die im letzten Jahr bei der Flutkatastrophe im Süden von NRW geholfen haben, wurden mit der Sondermedaille zum Hochwasser 2021 des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Übung, lud Wehrleiter Udo Meiners alle Feuerwehrkräfte und Zuschauer zum Gerätehaus des Löschzuges Westladbergen ein. Dort wartete eine kleine Stärkung und gekühlte Getränke.

 

Brandschutzerziehung zum Anfassen

Schüler der St. Georg Grundschule besuchen die Feuerwehr

Kurz vor den Ferien war es wieder so weit. Die vierten Klassender St. Georg Grundschule besuchten im Rahmen der Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung (BeBa) das Feuerwehrgerätehaus an der Hahnstraße. 85 Jungen und Mädchen mit ihren Lehren bekamen von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr einen Einblick in die Arbeit und Aufgaben der Feuerwehr Saerbeck.

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Auf dem Programm stand aber nicht nur das Besichtigen der Feuerwehr. Den Kindern wurde auch erklärt, wie sie den Notruf 112 richtig absetzen und worauf die dabei achten müssen.
z.B die fünf „W“-Fragen:
wo ist der Unglücksort
wer ruft an
was ist passiert
wie viele Verletzte gibt es
warten auf Rückfragen

In der Fahrzeughalle konnten die Schüler sich dann die großen Feuerwehrfahrzeuge samt ihrer Beladung ansehen. Zum Schluss durfte natürlich auch nicht das Spritzen mit den Strahlrohren auf dem hinteren Bereich des Feuerwehrgeländes fehlen. Die Feuerwehr lädt immer wieder die Grundschule und die Kindergärten zum Feuerwehrgerätehaus an der Hahnstraße ein, um den Kinder im Rahmen der Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung (BeBa) die Arbeit der Feuerwehr zu zeigen.

 

Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

Gestärkt aus der Pandemie heraus

Nach zwei Jahren ohne trafen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck zur Generalversammlung am Freitagabend. Es wurde vieler Ehrungen durchgeführt.

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Alle Geehrten und die führenden Köpfe der Saerbecker Feuerwehr kamen erstmals seit Pandemiebeginn wieder zur Freude von Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg (r.) und Wehrführer Udo Meiners (2.v.r.) zusammen. 

 

 

Ob in der aktiven Wehr, bei dem jüngeren Nachwuchs oder in der Ehrenabteilung – das Berichten von ausgefallenen Veranstaltungen durchzog die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am Freitagabend. Klar: Zwei Jahre Pandemie liegen hinter den Kameradinnen und Kameraden. Auch klar: Dieser Zustand soll nun der Vergangenheit angehören, jetzt soll es wieder los gehen. Ebenfalls klar: Dem Zusammenhalt in der Truppe hat all das nicht geschadet.

Denn das die Feuerwehr trotz Pandemie und teilweise einem Alltag auf Sparflamme nach wie vor dringend gebraucht wird, zeigen die Zahlen: 73 Einsätze waren es in 2021, acht mehr als ein Jahr zuvor. Zwar gingen die Brandeinsätze (14) erfreulicherweise zurück, aber die technische Hilfeleistung und auch die Anzahl der Fehlalarmierungen stieg an. Dazu kamen Katastropheneinsätze, wie die Hilfe bei den Fluten im Ahrtal. Durch diese ist auch in der Gesamteinsatzstatistik eine deutliche Steigerung von 932 auf 2600 Stunden zu verzeichnen. Einen Großbrand hat es im vergangenen Jahr in Saerbeck nicht gegeben, dafür habe die Feuerwehr allerdings zuletzt während der Stürme, die im Februar diesen Jahres auch in Saerbeck für eine unsichere Lage, teilweise massive Stromausfälle und größere Unfälle mit einem Toten gesorgt hatten, viele Stunden abzuleisten.

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Frank Burrichter, stellvertretender Kreisbrandmeister stellte im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe die gute Zusammenarbeit auf Kreisebene heraus. In pandemischen Zeiten sei auch der Aufbau des Impfzentrums am Flughafen, das Ende des Monats geschlossen wird, ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag der Feuerwehren gewesen.

 

 

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Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg, erstmals in verantwortlicher Position bei der Generalversammlung zu Gast, betonte den großen zivilgesellschaftlichen Wert der Freiwilligen Feuerwehr und stellte die Hilfsbereitschaft als gemeinsamen Wert aller Anwesenden heraus: „Sie stellen immer den Mitmenschen in den Mittelpunkt. Das ist ein großer Wert.“ Und: „Außerdem bewundere ich ihr großes Fachwissen, das sie sich in den unterschiedlichen Seminaren aneignen und das stets abrufbar ist.“ Dennoch erinnerte er daran, dass „jeder Einsatz gefährlich sein kann“ und appellierte an die Blauröcke stets sich selber und seine Kameradinnen und Kameraden nicht in Gefahr zu bringen.


IMG 6058Einen besonderen Dank erfuhr Wilfried Roos als ehemaliger Bürgermeister für stets gute Zusammenarbeit und sein einstiges Engagement für den Aufbau der Jugendfeuerwehr. Diese feiert im September ihr 20-jähriges Bestehen, umfasst aktuell 23 Mitglieder und konnte neun neue Mädchen und Jungen gewinnen. Auch sie freuen sich auf die künftigen Übungsabende, die nun wieder stattfinden können. Insgesamt sind 211 Personen in der Freiwilligen Feuerwehr, 138 von ihnen als aktive Kameraden. Zum Gedenken an die Verstorbenen erhoben sich alle Anwesenden für Heinz Stegemann aus dem Westladbergener Löschzug.


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Wehrführer Udo Meiners stellte trotz Pandemie heraus, dass zahlreiche Weiterbildungen, Seminare und Übungen auch in 2021 stattgefunden haben. Zum Teil mussten die Kameraden auch auf Online-Formate wechseln, die mit der Zeit immer besser bedient werden konnten. Unter anderem wurden Lehrgänge am NRW-Feuerwehrinstitut in Münster zum Umgang mit Drohnen, Teamworkshops und Fahrsicherheitstraining statt. Auf Kreisebene besuchten Saerbecker den Funklehrgang, einen Kurs für Atemschutzgeräteträger sowie für Truppführer. Insgesamt wurden 29 Lehrgänge auf Kreisebene besucht.

 

Bericht: Luca Pals, Westfälische Nachrichten

Bilder der Versammlung

 

 

Ehrenwehrführer spendet einen alten Helm
und ein Signalhorn

Der Löschzug Dorf hielt am Samstag, dem 02.04.2022, unter den bekannten Coronaschutzregeln seine erste Löschzuginterne Generalversammlung seit Beginn der Corona Pandemie ab. Eingeladen war neben den aktiven Kameraden auch die Ehrenabteilung des Löschzuges. Als Einheitsführer Michael Sundermann zum Schluss der Versammlung, unter dem Punkt Verschiedenes fragte, ob jemand noch etwas vorzubringen hätte, meldete sich Ehrenwehrführer Franz-Josef Meyer zu Wort. Seit Beginn seiner aktiven Zeit in der Feuerwehr habe er es sich zum Hobby gemacht, Feuerwehrhelme aus der ganzen Welt zu sammeln. Diese Sammlung habe lange Jahre in seinem Haus gestanden. In späteren Jahren fehlte es ihm am nötigen Platz und er habe die Helme in Kisten verpackt und eingelagert. Ihm sei irgendwann bewusst geworden, dass die Helme zu wertvoll sind, um auf dem Dachboden in Kisten gelagert zu werden. Daraufhin habe er Kontakt zu Sammlern aufgenommen, um seine Schätze weiterzugeben. Hier kam der Teil, an dem Franz-Josef Meyer in seine Tasche griff und einen alten Feuerwehrhelm und ein Signalhorn hervorholte.

Signalhorn und Helm

 

Dieser Helm sei dreiundneunzig Jahre alt und kommt aus Saerbeck.

 



Karl Book 1930er Uniform

 

 

 

 

Der Kamerad Karl Book habe ihn bereits in den 1930er Jahren getragen.

 

 

 

 



Er selber habe den Helm vor vielen Jahren im alten Gerätehaus, das neben der Kirche im Dorf stand, gefunden. Den Helm habe er dann mit viel Liebe aufgearbeitet und zu den anderen gestellt.

Über das Signalhorn, dass er dabei hatte, konnte er noch eine schöne Geschichte erzählen. Dieses Signalhorn sei früher immer zum Einsatz gekommen, wenn wegen Stromausfalls (und das war nicht selten) die Sirene nicht funktionierte. In diesem Fall musste ein Kamerad mit dem Horn durch den Ort fahren und die Kameraden alarmieren. Allerdings sei dieser Kamerad anschließend so erschöpft gewesen, das er für den Einsatzdienst zunächst ausfiehl.

Weil der Helm und das Signalhorn so eng mit der Geschichte der Feuerwehr Saerbeck verbunden seien, fand Meyer es zu Schade diese an fremde Sammler abzugeben. Er nahm den Helm und das Horn und überreichte sie Michael Sundermann für den Löschzug Dorf. Im Feuerwehrgerätehaus würde es bestimmt einen guten Platz geben und er wüsste die Gegenstände hier gut aufgehoben.

Michael Sundermann war sichtbar gerührt über diese Geschenke und nahm sie dankend an. Er versicherte, dass beiden Teile einen ehrenvollen Platz im Gerätehaus erhalten würden.

 

 

Werbung für die Feuerwehr

„Brannte hier schon mal ein Hühnerstall?“

BeBa 2021„Brannte in Saerbeck schon mal ein Hühnerstall?“ Interessant, was Kinder so wissen wollen, wenn sie bei der Feuerwehr zu Gast sind.

So wie kürzlich die vierten Klassen der St.-Georg Grundschule. Sie konnten ihren im vergangenen Jahr wegen Corona ausgefallenen Besuch im Gerätehaus an der Hahnstraße nachholen – und nutzten die Gelegenheit, um den Feuerwehrleuten Löcher in den Schlauch zu fragen.

Zu der Frage: Ställe schon, aber an einen mit Hühnern könne er sich nicht erinnern, antwortete Andreas Kämmerling, bei der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck zuständig für die Brandschutzerziehung und -aufklärung (BeBa). Und ja, die Saerbecker Feuerwehr ist eine „richtige“ Feuerwehr, auch wenn sie „Freiwillige“ heißt.

Welche Aufgaben die Freiwillige Feuerwehr im Dorf hat, diese Frage konnten die Viertklässler nach dem Einführungsfilm untereinander beantworten: löschen, retten, bergen, schützen. Die technische Hilfeleistung hob Andreas Kämmerling noch mal hervor: zum Beispiel bei Unwetter oder Hochwasser – „das hat in den vergangenen Jahren sehr zugenommen“, erklärte er. „Brände sind eigentlich nur ein kleiner Teil unserer Arbeit“.

Auf den Werbeblock für die Jugendfeuerwehr folgte, worauf die Kinder wahrscheinlich viel mehr Lust hatten als auf Infos im Versammlungsraum: ab an die Fahrzeuge. Drei Mitglieder der Feuerwehr präsentierten unter anderem das größte Tanklöschfahrzeug, die Atemschutzausrüstung und auch das Blaulicht. Alle Türen gingen auf und alle Geräte und Werkzeuge waren mal so richtig interessant. „Was macht dieser Knopf?“ – „Der mach es laut, das ist das Martinshorn.“

Die Viertklässler wissen jetzt den Unterschied zwischen Angriffs- und Schlauchtrupp, dass aus einem Strahlrohr 800 Liter Wasser pro Minute herauskommen können und es drei Leute braucht, um es richtig zu bedienen. Wie ein Notruf funktioniert, haben sie ein weiteres Mal gehört. Die Freiwillige Feuerwehr und ihre Brandschutzerziehung begleitet die Kinder in Saerbeck seit der Kita. Zwei Jahre noch etwa, dann können sie selbst ran: Die Jugendfeuerwehr nimmt ab dem zwölften Geburtstag auf.

Bericht: Westfälische Nachrichten vom 23.11.2021

Bilder


 

 

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